Von WordPress zu Nuxt: Eine KI-gestützte Content-Pipeline bauen
Von Evren BalVeröffentlicht · 4 Min. Lesezeit

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💡 Kurz gesagt:
- Abschied von WordPress: Ich ließ eine alte, vernachlässigte WordPress-Installation zurück, deren Pflegeaufwand und Zeitdruck mich vom Aktualisieren abhielten.
- Verschobener Wert: KI hat den Wert generischer Einrichtungsleitfäden ohne echte Entscheidung oder Erfahrung gesenkt. Statt Technik-Hype und Parameterzahlen verfolge ich KI-Philosophie, Strategie und Erkenntnisse aus eigener Projektarbeit.
- Brandbook und KI: Gemeinsam mit KI durchlief ich einen Prozess, der sich wie Markenberatung auf Unternehmensebene anfühlte, und schuf ein detailliertes persönliches Brandbook. KI-Agenten halfen, frühere Beiträge zu prüfen, zu überarbeiten und daran auszurichten.
- KI-gestützte Content-Pipeline: CLI-basierte KI-Assistenten senken die operative Reibung eines statischen Git-Blogs, während redaktionelle und technische Prüfung im Ablauf bleiben.
Es ist lange her, dass ich hier zuletzt etwas veröffentlichte. Hinter den Kulissen lief die Website auf einer alten WordPress-Installation, die ich lange vernachlässigt hatte. Mit der Zeit überwog die Reibung von Aktualisierung und Wartung meine Lust zu schreiben.
Das Problem war nicht nur technisch. Ich stellte auch den Zweck meiner Inhalte infrage. Die Einrichtungsleitfäden und Konfigurationstutorials von früher begeisterten mich nicht mehr. Wichtiger: KI hat verändert, was ein statischer Leitfaden beitragen muss, damit sich seine Pflege lohnt.
Der Niedergang von „How-to“-Leitfäden
Will ein Entwickler heute wissen, wie sich MongoDB mit Docker startet, kann er ChatGPT oder Claude in Sekunden nach einem Ausgangspunkt für seine Umgebung fragen. Die Antwort kann dennoch falsch, unvollständig oder für Version, Beschränkungen und Sicherheitsanforderungen ungeeignet sein. Sie braucht Verifikation und Kontext.
Das macht nicht jede Anleitung wertlos, verschiebt aber die Schwelle. Eine generische Befehlsfolge ohne echte Entscheidung, Abwägung oder Erfahrung ist leichter ersetzbar und schwieriger zu begründen. Ein Leitfaden, der erklärt, warum eine Wahl getroffen wurde, was scheiterte und wo die Grenze liegt, kann weiterhin nützen.
Ebenso wenig interessiert es mich, Technik-Hype zu jagen oder oberflächliche Nachrichten über Modellreleases und Billionen Parameter zu schreiben. In einer Welt, in der Rohinformation billig und unmittelbar ist, liegt Wert in Kontext, Strategie, realen Versuchen und ehrlichen Fehlern.
Dieser Blog konzentriert sich künftig auf:
- KI-Philosophie, Geschäftsstrategie und reale Umsetzung,
- Feldnotizen, Architekturentscheidungen und Erkenntnisse aus eigenen Projekten wie Redar, PeşinTaksit und VaniBot,
- ungefilterte Postmortems zu dem, was funktionierte und was nicht.
Persönliches Brandbook und meine KI-Agenten
Der Übergang war nicht nur ein technisches Upgrade. Vor dem Launch arbeitete ich mit KI an einem Prozess, der sich wie Markenberatung auf Unternehmensebene anfühlte und zu einem sehr detaillierten persönlichen Brandbook führte.
Das Brandbook definiert die DO/DON'T-Regeln meiner persönlichen Marke, Typografie, Farben, Positionierung, Tonalität, visuelle Identität und sogar zentrale Prompt-Vorlagen für KI-generierte Bilder.
Sein bester Teil ist das doppelte Design: Es ist vollständig menschenlesbar und zugleich für meine neuen Teammitglieder, die KI-Agenten, optimiert. Ob neuer Blogartikel oder Softwareexperiment: Das Brandbook dient künftig als gemeinsame Quelle der Wahrheit und Kompass.
Während der Migration arbeitete ich außerdem mit KI-Agenten daran, alle früheren Beiträge zu prüfen und zu überarbeiten, veraltete Leitfäden zu aktualisieren und sie auf die neue Markenstimme auszurichten. Das war die vollständige Prüfung vor dem Start der Website im Juni 2026.
Update August 2026: Ich habe inzwischen eine zweite Portfolio-Prüfung durchgeführt. Sie ist keine Überarbeitung der Juni-Arbeit, sondern ein neuer Durchgang dazu, welche Artikel weiter Pflege verdienen, welche aktualisiert werden sollten und welche nicht mehr zur Website gehören. Das Prinzip bleibt: Arbeit mit echter Beobachtung, Entscheidung oder Erfahrung behalten; Material nicht allein erhalten, weil es einmal existierte.
Warum ein Git-basierter Blog und warum Nuxt?
Historisch mied ich statisches Bloggen auf Git-Basis. Lokal Markdown-Dateien anzulegen, sie manuell zu formatieren, Bilder zu verwalten und Git-Befehle auszuführen, schuf zu viel Reibung zwischen Idee und Veröffentlichung.
Dieses Mal habe ich einen starken Partner: KI. Indem ich in der CLI einem KI-Assistenten eine Idee oder einen Rohentwurf erkläre, kann ich viel mechanische Arbeit reduzieren. Er kann Markdown strukturieren, Grammatik markieren, Links suchen und einen Entwurf für die Bereitstellung vorbereiten. Fakten, Links, gerenderte Seite und die Frage, ob das Argument meine Aussage trifft, muss ich weiter selbst prüfen. Die Reibung sinkt, die Verantwortung nicht.
Für den Stack wählte ich etwas Schlankes, Schnelles und Modernes:
- Nuxt als Framework mit Nuxt Content zur Verwaltung der Beiträge,
- Cloudflare Pages im kostenlosen Tarif für Hosting und sofortige globale Auslieferung.
Das Ergebnis: keine zu betreibende Datenbank, eine einfachere Veröffentlichungsoberfläche, schnelle Auslieferung und ein Setup, das ich tatsächlich besitze. Es hat weiterhin Abhängigkeiten und Pflegeaufwand, doch diese sind sichtbar und handhabbar.
Indem ich KI nicht nur für Code, sondern als Mitgestalterin zum Ordnen meiner Gedanken nutze, hoffe ich, häufiger zu schreiben und deutlich tiefere Erkenntnisse zu teilen. Bis zum neuen Weg.
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